Projekte

Klassismusforschung: Interdisziplinäre Ansätze und Zukunftsperspektiven

Förderinstitution: VolkswagenStiftung

Im Rahmen des Projekts „Klassismusforschung: Interdisziplinäre Ansätze und Zukunftsperspektiven“ (09/2024–09/2025) wurde ein Scoping Workshop durchgeführt, der die bislang fragmentierte Landschaft der Klassismusforschung zusammenführte. Der Workshop brachte Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Disziplinen, insbesondere aus den Kulturwissenschaften und der Sozialen Arbeit, sowie Erfahrungsexpert*innen und zivilgesellschaftliche Akteur*innen zusammen und eröffnete einen Raum für kritische, interdisziplinäre und intersektionale Perspektiven. Im Rahmen des Workshops wurden Herausforderungen, Potenziale und Zukunftsperspektiven der Klassismusforschung in Deutschland herausgearbeitet; thematisch reichte das Spektrum von der Diskriminierung wohnungsloser Menschen, Erwerbslosenfeindlichkeit, Klassismus im Bildungssystem, bis hin zu Fragen der Wissenschaftskommunikation.

Aus dem Projekt gingen drei zentrale Ergebnisse hervor:

- Ein Positionspapier, das die im Workshop entwickelten Analysen und Impulse bündelt und eine Forschungsagenda für die zukünftige Klassismusforschung formuliert.

- Eine Audioreportage, die vielfältige Stimmen hörbar macht und einen praxisnahen Zugang zu zentralen Fragen von Klassismuskritik eröffnet.

- Die Gründung des Netzwerks Klassismusforschung, das den begonnenen Austausch verstetigt und eine dauerhafte Plattform für kollaborative Forschung, Vernetzung und öffentliche Diskussion schafft.

Kartenset: Wann wird Klassismus sichtbar

Die JoDDiD Forschungsstelle der TU Dresden und ich haben ein Kartenset konzipiert, um Klassismus in der politischen Bildung zu thematisieren. Die Gesprächskarten unterstützen dabei, die eigene Positionierung im Kontext Klassismus zu reflektieren. Sie laden dazu ein, unterschiedliche Perspektiven auszutauschen, Gemeinsamkeiten und Differenzen sichtbar zu machen. Einsetzbar in der politischen Bildung, der Sozialen Arbeit, im Studium, oder in Fort- und Weiterbildungen.

Weitere Infos: Kartenset Nr. 8 - Klassismuskritik

Zum Bastelbogen: Kartenset 8 Klassismuskritik Bastelvorlage

Online Vortragsreihe "Klassismuskritik und Soziale Arbeit"

Im Wintersemester 2024/2025 und Sommersemester 2025 veranstaltete ich in Kooperation mit Claudia Steckelberg von der Hochschule Neubrandenburg eine Vortragsreihe zu Klassismuskritik und Soziale Arbeit. Die Vortragsreihe begleitet die Veröffentlichung des Sammelbandes „Klassismuskritik und Soziale Arbeit. Analysen, Reflexionen und Denkanstöße“, der im November 2024 erschienen ist.

Online Vortragsreihe: Klassismuskritik & Soziale Arbeit, SoSe 2025

Online Vortragsreihe: Klassismuskritik & Soziale Arbeit, WiSe 2024/2025


Care trans_formieren. Eine ethnographische Studie zu trans und nicht-binärer Sorgearbeit

Förderinstitution: Rosa-Luxemburg-Stiftung

Wie wird Care jenseits heteronormativer Zweigeschlechtlichkeit entworfen? Wie werden Fürsorge und Selbstsorge in nicht-binären und trans Räumen organisiert und gelebt – abseits medizinischer und familiärer Versorgungskontexte? Dazu gibt es bislang kaum Forschung. Francis Seeck wendet sich dieser Leerstelle zu und interviewte und begleitete Personen, die Sorgearbeit für andere trans und nicht-binäre Personen leisten. Die ethnographische Studie vertieft das Verständnis des komplexen Verhältnisses von Gender und Care. Zudem macht sie auf die Bedeutung der Kategorie Klasse in Sorgebeziehungen aufmerksam. Sie zeigt, wie Klassenunterschiede und Klassismus den Zugang zu Für_Sorge erschweren, dass in den Zonen der Prekarität aber auch neue Formen der Fürsorge entstehen. Die hier entwickelte Forschungsstrategie der Sorgenden Ethnographie ermöglicht, Care-Praktiken als zentralen Bestandteil ethnographischer Forschung produktiv zu machen.

Zur Studie: Care trans_formieren bei transcript Verlag